DATENBANKEN / INFORMATIONSSYSTEME

Datenbanken sind die Plattform, auf der die meisten polizeilichen Informationssysteme Informationen speichern, verwalten und nutzen. Hier geht es um fachliche und technische Aspekte.

_______________________________________________________________________________________________

Zweifel an der Einhaltung gesetzlicher Kennzeichnungspflichten in polizeilichen Informationssystemen

Wenn Kontrolle fehlt, werden Gesetze ignoriert

5. Mai 2017 | Von

Strafprozessordnung und Polizeigesetze fordern, personenbezogene Daten in polizeilichen Informationssystemen zu kennzeichnen, um sie vor illegitimer Nutzung und Weitergabe zu schützen. Es ist allerdings sehr fraglich, ob die Polizeibehörden diesen Verpflichtungen schon jemals gerecht geworden sind. Zumal das Ignorieren der Kennzeichnungspflichten bisher ohne Risiko war: Denn die Datenschutz-Aufsichtsbehörden haben entsprechende Kontrollen bisher noch nie vorgenommen.



Wie Arbeitsteiligkeit in der Polizei durch ein Fallbearbeitungssystem mit Workflow-Funktionen unterstützt wird

Workflow in polizeilichen Informationssystemen

4. Februar 2016 | Von
(C) Fotolia / vallepu

Polizei leidet nicht nur unter zu wenig Personal, sondern auch unter völlig unzureichender informationstechnischer Ausstattung. Arbeitsteiliges Arbeiten und Workflow werden längst nicht in dem Maße unterstützt, wie dies notwendig und sinnvoll wäre. Doppel- und Dreifacherfassung der an sich gleichen Informationen ließen sich dadurch vermeiden. Und die notwendige Information stünde quasi „in real time“ an dem Arbeitsplatz zur Verfügung, wo sie gebraucht und genutzt wird.
Im folgenden Beitrag, den wir aus dem Polygon-Blog übernommen haben, berichtet Polygon anhand einiger Beispiele aus deren Praxis, dass und wie es möglich ist, arbeitsteiliges Arbeiten in einer verteilten Polizeiorganisation durch ein polizeiliches Informationssystem effektiv zu unterstützen.



Wunderwelt der Datenbanken unserer Sicherheitsbehörden

Können Datenbanken der Sicherheitsbehörden zählen?!

19. Mai 2014 | Von

Wenn eine Anfrage im Bundestag mit der Frage „Wie viele …“ beginnt, insbesondere dann, wenn die Frage sich auf die Zahl bestimmter Datensätze in den Datenbanken der Sicherheitsbehörden bezieht, hat das BMI eine Standardausrede parat: „Eine statistische Erfassung erfolgt nicht!“, heißt es dann. Diese Aussage ist peinlich: Denn Datenbanksystemen können zählen. Man muss also keine Strichlisten führen, um eine Aussage darüber machen zu können, wie viele – um ein aktuelles Beispiel zu nennen – Journalisten in den Datenbanken des Verfassungsschutzes gespeichert sind.
Etwas mehr technische Kenntnisse auf Seiten der Anfrager könnten allerdings auch verhindern, dass die Regierung immer wieder erfolgreich zu solchen Ausflüchten greifen kann.



Wunderwelt der Datenbanken unserer Sicherheitsbehörden

Nutzen unsere Sicherheitsbehörden überhaupt Datenbanken?!

14. Mai 2014 | Von

Wenn die Bundesregierung gefragt wird, z.B. in Anfragen im Deutschen Bundestag oder auch vor einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss, dann lassen uns deren Experten für Sicherheitsbehörden teilhaben an ihrer fachlichen und technischen Sicht. Die sich im einen oder anderen Punkt unterscheidet, von dem was man als ’normaler Bürger‘ so kennt und weiß über Datenbanken und ihre Funktions- und Wirkungsweise. …
Eingangs dieser kleinen Serie über die ‚Wunderwelt der Datenbanken unserer Sicherheitsbehörden‘ beschäftigen wir uns mit der wichtigsten Frage überhaupt: Nutzen unsere Sicherheitsbehörden überhaupt Datenbanken?!



Informationstechnik für die Fachlichkeit (6)

Wie kommt das Informationsmodell ins Datenmodell?

27. August 2013 | Von

Es gibt grundsätzlich nur zwei Verfahren, wie ein Informationsmodell abgebildet wird in einem physischen Datenmodell: Die konventionelle und die generische Modellierung. Hier erfahren Sie, wie wichtig es ist, diese Frage nicht nur „den Technikern“ zu überlassen: Denn die Konsequenzen könnten dramatisch sein – weil Techniker damit u.U. zu jahrelanger Vollauslastung kommen, während die Fachlichkeit nicht das erhält, was sie eigentlich wollte …



Informationstechnik für die Fachlichkeit (5)

War beschränkte Informationstechnik mitverantwortlich für das Fiasko der NSU-Ermittlungen?!

5. August 2013 | Von

Die wichtigste Aufgabe von polizeilichen Informationssystemen, insbesondere den Fallbearbeitungs-, Analyse- und Auswertungssysteme besteht darin, Zusammenhänge erkennbar und auswertbar zu machen. Das wird auch für den PIAV hervorgehoben, den neuen Polizeilichen Informations- und Analyseverbund: Er soll insbesondere die Aufklärung von Tat-/Täter- bzw. Tat-/Tat-Zusammenhängen ermöglichen.
Warum aber wurden, z.B. bei den NSU-Ermittlungen, offensichtliche Gemeinsamkeiten und Zusammenhänge nicht (rechtzeitig) erkannt, um die Täter dingfest zu machen, bevor weitere Menschen ihr Leben lassen mussten? Beschränkt etwa die eingesetzte polizeiliche Informationstechnik, insbesondere deren starres Datenmodell, die Möglichkeiten zum Erkennen von Gemeinsamkeiten und Zusammenhängen?



Informationstechnik für die Fachlichkeit (4)

Entwicklung des Informationsmodells: Attributbegriffe und Kataloge

24. Juli 2013 | Von

Im Teil 3 dieser Serie war es um Attribute gegangen, diese kleinen Informationselemente, die mit einem Objekt verknüpft werden, um es näher zu beschreiben oder zu identifizieren. Solche Attribute bestehen immer aus einem Pärchen, nämlich der Attributbedeutung (z.B. Familienname, Geburtsdatum, Fahrzeugtyp, Ortsname, etc.) und einem Attributbegriff. Nur Attributbedeutung und Attributbegriff zusammen ergeben ein Attribut, das von einem Dritten eindeutig und richtig verstanden werden kann.



Informationstechnik für die Fachlichkeit (3)

Entwicklung des Informationsmodells: Merkmalsbedeutungen und ‚Datenfelder‘

15. Juli 2013 | Von

Nach der Festlegung der Objekttypen geht es nun um die Attribute, mit denen Objekte näher identifiziert und beschrieben werden können.



Informationstechnik für die Fachlichkeit (2)

Entwicklung des Informationsmodells – Objekttypen

4. Juli 2013 | Von

Im Gegensatz zur landläufigen Meinung leisten nicht die IT-Entwickler, sondern vielmehr die ‚Fachlichkeit‘ den wesentlichen Beitrag zur Entwicklung des Informationsmodells.
Ihre erste Aufgabe besteht darin, die notwendigen Objekttypen zusammenzutragen.



Informationstechnik für die 'Fachlichkeit' (1)

Daten- und Informationsmodelle

24. Juni 2013 | Von

Informationsmodell – was für ein harmloses Wort! Dabei ist das Informationsmodell der entscheidende Faktor für die Qualität eines polizeilichen Informationssystems. Und wesentlich für seine Fähigkeit zum Informationsaustausch mit anderen polizeilichen Informationssystemen. Für Sie – als Mitentscheider aus der polizeilichen Fachlichkeit – lohnt es sich daher, sich mit dem „Informationsmodell“ etwas näher vertraut zu machen. Und zu verstehen, dass Informationsmodell und Datenmodell eben nicht das gleiche sind.