Beiträge zum Stichwort ‘ Informationsmodell ’

Teil 5 des Palantir-Dossiers

Palantir Gotham alias Hessendata: System und Funktionsweise

29. November 2018 | Von

Es gibt viele Fragen über die ‚Analyseplattform‘, die sich die hessische Polizei bei der Firma Palantir gekauft hat und deren Betrieb sie in die Hände dieser Firma gelegt hat. Antworten sucht man bisher vergeblich … Wir haben uns daher durch eine Fülle von öffentlich verfügbaren Dokumenten über Palantir und deren Produkt Gotham gearbeitet. Woraus bekanntlich ‚Hessendata‘, geworden ist. Daraus ließ sich in Grundzügen entwickeln, aus welchen Komponenten Hessendata aufgebaut ist und wie es funktioniert.



Teil 1: Wie die Informationen strukturiert sind ...

Was Sie schon immer über Datenbanken der Polizei wissen wollten (1)

5. September 2017 | Von

Ein gepflegtes Halbwissen über Polizei und deren Datenbanken ist weit verbreitet. Da wird spekuliert über die Inhalte, viele eigene Missverständnisse werden als Fakten verkauft. Aus zwei Jahrzehnten hauptberuflicher Tätigkeit als Entwickler solcher Systeme sind ein paar Kenntnisse bei mir hängen geblieben. Einige würde ich gerne mit Ihnen teilen. Um auf die wirklich wichtigen Fragen zurück zu kommen: Was Polizei zu Recht bzw. über das Recht hinaus speichert, verarbeitet und nutzt.



Wichtige, relevante Informationen für die Zusammenarbeit der Polizeibehörden sind beim BKA auf mehr als 40 verschiedene Datenbanken verteilt

Datenbanken-Wildwuchs beim BKA

15. Februar 2017 | Von

Das ist starker Tobak: Der Spiegel schreibt: „Innenminister Thomas De Maizière will die Deutschen besser vor Verbrechen schützen – doch die Länder behindern die Zusammenarbeit.“ „Kleinstaaterei“ und „IT-Wildwuchs in den Bundesländern“ soll schuld sein, dass es mit der Polizeiarbeit nicht klappt. Das ist pure Meinungsmache. Die Suche nach einem Sündenbock.
Tatsache ist: 12 von 16 Länderpolizeibehörden arbeiten mit dem System des gleichen Herstellers. Keine Spur also von „IT-Wildwuchs“, die die Zusammenarbeit behindert.
De Maizière will damit ablenken: Davon, dass das Leuchtturmprojekt PIAV, der polizeiliche Informations- und Analyseverbund, faktisch gescheitert ist. Und davon, dass der wahre Wildwuchs im BKA herrscht: Wirklich wichtige, relevante Informationen für die Zusammenarbeit von Bund und Ländern sind beim BKA auf mehr als 40 verschiedene Datenbanken verteilt …
Noch Fragen, wer hier „die Zusammenarbeit behindert“?!



Aber: "Plan B für den PIAV nicht erforderlich!" sagt das BMI

Hart an der Bankrotterklärung: BMI zum Funktionieren des polizeilichen Informationsaustauschs

24. Mai 2016 | Von

Ein effektiver und zeitnaher „elektronischer“ Informationsaustausch zwischen den Polizeibehörden der Länder und des Bundes funktioniert nicht einmal ansatzweise. Dafür liefert das Bundesinnenministerium In der Antwort auf eine Kleine Anfrage im Bundestag zahlreiche Beispiele und Belege.
Verströmt aber dennoch große Zuversicht, wenn es um PIAV, den Polizeilichen Informations- und Analyseverbund geht:
Denn [für das mögliche Scheitern] „sind keine Indikatoren feststellbar, die diese hypothetische Annahme stützen.“



Aber: "Plan B für den PIAV nicht erforderlich!" sagt das BMI

Hart an der Bankrotterklärung: BMI zum Funktionieren des polizeilichen Informationsaustauschs

24. Mai 2016 | Von

Ein effektiver und zeitnaher „elektronischer“ Informationsaustausch zwischen den Polizeibehörden der Länder und des Bundes funktioniert nicht einmal ansatzweise. Dafür liefert das Bundesinnenministerium In der Antwort auf eine Kleine Anfrage im Bundestag zahlreiche Beispiele und Belege.
Verströmt aber dennoch große Zuversicht, wenn es um PIAV, den Polizeilichen Informations- und Analyseverbund geht:
Denn [für das mögliche Scheitern] „sind keine Indikatoren feststellbar, die diese hypothetische Annahme stützen.“



Fehlende Informationsmodelle, heterogene Fallbearbeitungssysteme und ein neues strategisches Konzept für INPOL

Polizeilicher Informationsaustausch und der PIAV [3]

29. März 2016 | Von

In dieser dritten Folge: Die Auswirkungen von nicht aufeinander abgestimmten Informationsmodellen, heterogenen Fallbearbeitungssystemen und einem neuen strategischen Konzept für INPOL auf den PIAV.



PIAV und sein Zusammenhang mit INPOL, den Kriminalpolizeilichen Meldediensten (KPMD) und INPOL-Fall

Polizeilicher Informationsaustausch und der PIAV [2]

29. März 2016 | Von

In dieser zweiten Folge: Der PIAV, und sein Zusammenhang mit INPOL, den kriminalpolizeilichen Meldediensten (KPMD) und dem Informationssystem INPOL-Fall.



Entgegen dem Auftrag der Innenministerkonferenz: Möglichkeiten zur Verbesserung von Inpol-Fall nie ernsthaft geprüft

Weit besser als sein Ruf: Inpol-Fall, der Vorläufer des PIAV

1. Oktober 2013 | Von

Mit dem Polizeilichen Informations- und Analyseverbund (PIAV) setzen Bund und Länder völlig neu auf bei der Entwicklung und Einführung eines Verbundsystems für den polizeilichen Informationsaustausch. Die grobe Kostenschätzung allein für eine erste Ausbaustufe beläuft sich auf 62 Millionen Euro. Wichtige Arbeitsbereiche der Polizei, in denen Informationsaustausch über Ländergrenzen hinweg besonders notwendig wäre, wie zum Beispiel Staatsschutz, Bekämpfung des Terrorismus, organisierte Kriminalität, Einbruchskriminalität oder Wirtschaftskriminalität, sind dabei noch gar nicht berücksichtigt.
Eine mögliche Alternative zum Polizeilichen Informations- und Analyseverbund (PIAV), nämlich die Verbesserung des bei Bund und Ländern schon eingeführten Systems INPOL-Fall, ist gar nicht erst ernsthaft in Betracht gezogen worden. Dabei gab es dafür den ausdrücklichen Auftrag der Innenministerkonferenz.
Wir werfen einen Blick auf die Hintergründe und die möglichen Folgen …
Eine mögliche Alternative zum Polizeilichen Informations- und Analysverbund (PIAV), nämlich die Verbesserung des bei Bund und Ländern schon eingeführten Systems Inpol-Fall, ist gar nicht erst ernsthaft in Betracht gezogen worden. Dabei gab es dafür den ausdrücklichen Auftrag der Innenministerkonferenz.
Wir werfen einen Blick auf die Hintergründe und die möglichen Folgen …



Informationstechnik für die Fachlichkeit (6)

Wie kommt das Informationsmodell ins Datenmodell?

27. August 2013 | Von

Es gibt grundsätzlich nur zwei Verfahren, wie ein Informationsmodell abgebildet wird in einem physischen Datenmodell: Die konventionelle und die generische Modellierung. Hier erfahren Sie, wie wichtig es ist, diese Frage nicht nur „den Technikern“ zu überlassen: Denn die Konsequenzen könnten dramatisch sein – weil Techniker damit u.U. zu jahrelanger Vollauslastung kommen, während die Fachlichkeit nicht das erhält, was sie eigentlich wollte …



Informationstechnik für die Fachlichkeit (5)

War beschränkte Informationstechnik mitverantwortlich für das Fiasko der NSU-Ermittlungen?!

5. August 2013 | Von

Die wichtigste Aufgabe von polizeilichen Informationssystemen, insbesondere den Fallbearbeitungs-, Analyse- und Auswertungssysteme besteht darin, Zusammenhänge erkennbar und auswertbar zu machen. Das wird auch für den PIAV hervorgehoben, den neuen Polizeilichen Informations- und Analyseverbund: Er soll insbesondere die Aufklärung von Tat-/Täter- bzw. Tat-/Tat-Zusammenhängen ermöglichen.
Warum aber wurden, z.B. bei den NSU-Ermittlungen, offensichtliche Gemeinsamkeiten und Zusammenhänge nicht (rechtzeitig) erkannt, um die Täter dingfest zu machen, bevor weitere Menschen ihr Leben lassen mussten? Beschränkt etwa die eingesetzte polizeiliche Informationstechnik, insbesondere deren starres Datenmodell, die Möglichkeiten zum Erkennen von Gemeinsamkeiten und Zusammenhängen?